Ziel
Es ist unser erklärtes Ziel, ein Tierschutzheim für den gesamten Kanton Thurgau zu schaffen. Kombiniert mit einem Informations- und Kompetenzzentrum für Tierschutz, werden dabei moderne Tierwohl-Standards berücksichtigt. Die neue Institution dient dem Veterinäramt, den Thurgauer Tierschutzvereinen, Schulen, Lehrbetrieben sowie der tierliebenden Bevölkerung im Allgemeinen. Innerhalb des Kantons ist sie DAS Auffangzentrum für alle herrenlosen Tiere aus dem Heimtier- und Exotenbereich sowie Igel u.s.w. Zur Mittelbeschaffung und Erreichung des Ziels wird die Stiftung Tierschutzzentrum Thurgau gegründet.
Die Planung für das neue Tierschutzzentrum sieht vor, für die Unterbringung der Thurgauer Tierschutz-Fälle folgende Kapazitäten zu schaffen:
Hunde (15-20)
Innenräume für Kleingruppen und Einzelhaltung, Ausläufe und Trainingsplatz. Das Konzept sieht vor, dass die Hunde nur während Bürozeiten im Auslauf sind. Eine grosszügige Hecke dient als Sicht- und Schallschutz.
Katzen (70)
Indoor-Zwingeranlagen für ca. 30 Katzen in Gruppen- oder Einzelhaltung, Futterküche, Krankenzimmer. Zusätzlich sollen zwei grosse Freilandgehege erstellt werden, das eine für nicht vermittelbare, verwilderte Katzen. Das andere Gehege für infolge positiv getesteter FeLV/FIV, daher schwer platzierbare Tiere. Des weiteren Gehege für Leukose (FeLV)- und Katzenaids (FIV)-positive Tiere, die deswegen nicht vermittelt werden können, aber noch symptomfrei sind.
Igelstation (50)
Raum für Igelpflege, sowie Aussengehege und einer Überwinterungsmöglichkeit.
Nagerstation (30)
Aussengehege für Kaninchen, Meerschweinchen und ev. Kleinnager. Indoor-Tierraum mit Gehegen für alle Arten, also zusätzlich auch Degus, Chinchillas, Ratten, Mäuse, Gerbil etc.
Reptilien (200 Schildkröten, 100 Schlangen und Echsen)
Outdoor-Schildkrötenanlage mit Treibhaus inkl. Teich für Wasserschildkröten (kann auch als Teil eines Gartens bzw. Beispiel für optimale Haltung betrieben werden), Innenraum mit Terrarien und Aquarien für exotische Schildkröten, Schlangen und Echsen (keine giftigen Reptilien).
Vögel (10 Exoten, 20 Hühner, Enten, Gänse)
Für Ziervögel wie Wellensittiche, Nymphensittiche, Zebrafinken etc. sind Volieren vorgesehen. Auch Hühner, Enten und Gänse werden abgegeben und ausschliesslich in Aussengehegen untergebracht.
Unser Standort
Die Planung für unser Tierschutzzentrum an der Alten Landstrasse 1 in Homburg (Parzelle 497) hat im September 2025 in Zusammenarbeit mit Philipp Steffen begonnen. Wir legen grössten Wert auf Ökologie, Landschafts- und Denkmalschutz – und planen einen Ort, auf den die Gemeinde stolz sein darf.
Das Vorprojekt läuft. Vorabklärungen werden noch einige Monate in Anspruch nehmen. Eine öffentliche Informationsveranstaltung ist geplant.
Zusätzliche Angebote
Nebst Unterbringung von Tieren soll das Tierschutzzentrum auch folgende Aufgaben erfüllen:
- Beratung: Wie halte ich Tiere richtig? Aufzeigen und Erleben guter Tierhaltung. Welches Tier passt zu wem? Unterstützung und Begleitung bei Problemen in der Tierhaltung
- Schulung: Dank Seminarraum und vielfältiger Tierhaltung vor Ort lernen Schulklassen jeder Altersstufe die im Lehrplan vorgeschriebenen Themen Tierschutz vor Ort kennen. Es sollen zudem regelmässig Kurse für Kinder z.B. im
Rahmen des Ferienpasses stattfinden. - Social Day: Immer mehr Oberstufen oder Mitarbeitende grösserer Firmen müssen einen «Social Day» absolvieren. Unser Tierschutzzentrum bietet dafür die idealen Voraussetzungen.
- Fit mit Hund: Viele Menschen können sich aus Gründen wie Zeitknappheit, nicht erlaubte Haustierhaltung in der Wohnung etc. keinen eigenen Hund leisten. Auf regelmässigen Spaziergängen erfahren Freiwillige dennoch die Zuneigung eines Tieres und bleiben dabei erst noch fit.
- Lesen für Tiere: Kinder mit einer Leseschwäche haben die Möglichkeit, ungestört einem Tier vorzulesen. Das Lesen macht so Sinn und Freude, niemand hört mit oder korrigiert. Die Kinder sind ungehemmt und spüren die geduldige und doch interessierte Aufmerksamkeit der zuhörenden Tiere. Das Konzept hat sich bereits in anderen Einrichtungen bewährt.
- Kooperationen: Im Tierschutzheim könnten auch Menschen mit Einschränkungen eine integrierende Beschäftigung finden, oder Brückenangebote für Jugendliche geschaffen werden.